Marceline Schmid-Berlinger
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Texte
 
 
Von Marceline gibt es Bilder, ...

Von Gertrud Nussbaumer

... die mich sofort für sich einnehmen. Sie empfangen mich mit offenen Armen, laden mich zum Spazierengehen in ihnen ein und bieten bei jedem Schritt eine Entdeckung, beflügeln die Fantasie, nähren mich; lassen etwas in mir anklingen, das sich nicht mitteilen lässt …

Dann gibt es solche, die sich etwas bockig gebärden, zeigen zuerst die kalte Schulter, wollen erobert werden. Wenn ich mich davon nicht abschrecken lasse, fangen sie an, mir ihre Schichten zu offenbaren, warten mit Überraschungen auf, geben ihre Schönheit Schritt für Schritt preis, und machen klar, dass nicht alle Geheimnisse gelüftet sein müssen …

Marcelines Bilder haben für mich nichts Gefälliges, sie biedern sich nicht an, lassen mich nie kalt. Sie wollen erkannt werden, sie fordern Zeit ein. Wenn ich ihnen entgegengehe und diese Zeit mit ihnen verbringe, rühren sie an Tiefen…

Ich verlasse sie dann ungern, ich habe sie lieb gewonnen.

 
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